Ich stehe hier- gebeugt und stumm
frag mich „ WARUM“
keine Regung im Gesicht
was geschieht, versteh ich nicht.
ich grĂŒbele Tag und Nacht
was hab ich denn nur falsch gemacht?
hab nicht die Steuern hinterzogen
auch nicht gehandelt mit verbotenen Drogen-
bin auch nicht von krÀftiger Gestalt
verachte Unrecht und Gewalt.
Ich weiß mir keinen Rat
weshalb ich angeklagt sei einer Missetat

Ich hör die Worte – von der Richters Thron
du hast- LebenslĂ€nglich—Parkinson.

Das Urteil trifft mich sehr
Begnadigung gibt es nicht mehr.

Die Krankheit setzt mir neue Schranken
mein Leben es beginnt zu wanken.
liege so manche Nacht wach in meinem Kissen
und fĂŒhl mich hin und her gerissen.
da hör ich es reden- kann es kaum verstehen
einen Menschen such ich- doch ein Geist ist zu sehen

„ He Du- hast allen Grund zu jammern und zu klagen-
hast den Parkinson und darfst verzagen „
er sprach es ernsthaft zu mir hin
„ Dein Leben hat doch keinen Sinn „

Ich trÀumte den Traum nicht zu Ende
wachte auf- hatte feuchte HĂ€nde.
des Geistes Wort – es will mich bezwingen
mit aller Kraft- es wird nicht gelingen.

Ich will das Leben nicht versÀumen
glaube nicht an böse TrÀume.

Glaube an die Kraft allein
mit Parkinson wird mein Leben sein.

Das Urteil nehme ich an.- Lebenslang